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Sonntag, 10. Februar 2013

Fehlende Grundinformation für eine Urteilsbildung über die Wundmale und die Nahrungslosigkeit an Judith von Halle




Bis jetzt habe ich konsequent vermieden, mich über die "Wundmale" und die "Nahrungslosigkeit" konkret zu äussern. Diese Themen wurden sonst aber öfters im Zusammenhang mit Frau von Halle thematisiert. Ich wurde neulich durch ein Mail auf ein Treffen in der Niederlande aufmerksam gemacht, in dem das Thema Wundmale besprochen wurde. Nun denke ich, dass jetzt die Zeit gekommen ist, dass ich einmal etwas darüber schreibe.

Ich habe vor kurzem in den Artikeln geschrieben, dass ich die Wundmale und die Nahrungslosigkeit von der Disskussion über Frau von Halle ausklammern will. Ich wollte damit appellieren, dass man sich zuerst in einer Disskussion über sie auf das konzentrieren sollte, was sie als Inhalte in ihren Büchern veröffentlicht. Ich zitiere die Stellen aus meinen Artikeln:
"Keineswegs möchte ich aufgrund der Stigmatisation und der Nahrungslosigkeit irgendwie die gesamten Wahrnehmungen von Frau von Halle ablehnen. Dies bedeutet aber, dass die Stigmatisation und Nahrungslosigkeit auch nicht als Unfehlbarkeitbeweis für die geistigen Urteile in den Darstellungen von Frau von Halle gelten können. Ich möchte von beiden extremen und festen Urteilen mich distanzieren. "


In den Schriften von Frau von Halle stellte ich bis jetzt viele Gedankensprünge und Behauptungen ohne klare Hintergründe fest, welche die zahlreichen Leser in ihrem Denken verwirren. Dieses Erlebnis bleibt bei mir und wahrscheinlich bei nicht wenigen anderen Lesern zurück.

Nun möchte ich noch etwas eingehender beschreiben, was mich vor allem zu der obigen Haltung bewegt.

Das Phänomen der Wundmale und der Nahrungslosigkeit an der Person von Frau von Halle ist für mich als Tatsache wie nicht vorhanden. Das klingt etwas radikal, aber ich kann es nicht anders beschreiben. Das sage ich nicht, um ihren "Freundeskreis" oder Frau von Halle selber zu beleidigen. Das möchte ich hier deutlich zum Ausdruck bringen und den Grund meines obigen Urteils in folgender Art begründen.

Die Erscheinungen der Wundmale und der Nahrungslosigkeit – konkret an der Person von Frau von Halle – haben für mich als eine Tatsache noch keinen Wert. Sie sind für mich wie nicht vorhanden, weil noch die konkreten Grund-Informationen und -Daten komplett fehlen, obwohl es sich dabei um Phänomene in der physisch-iridschen Ebene handelt. Wenn man eine Erscheinung beurteilen will, die aus den rein physischen Naturgesetzen nicht zu erklären ist, die aber dennoch direkt die irdisch-materielle Ebene betrifft, dann braucht man in jedem Fall eine entsprechende sachliche Urteilsgrundlage dazu. Das ist der Ausgangspunkt einer Wissenschaft. Die Urteilsgrundlage bedeutet die konkreten Grund-Informationen und -Daten zu diesem Phänomen an der Person von Frau von Halle. Die allgemeine Deffinition über die Wundmale oder die Nahrungslosigkeit reicht nicht für eine Urteilsbildung aus. Das ist ein wissenschaftliches Arbeitsprinzip. Denn damit kann man keine Erscheinungen goetheanistisch-phänomenologisch nachprüfen. Da fehlt der Grundboden für eine wissenschaftliche und geisteswissenschaftliche Urteilsbildung. 

Das heisst für mich, dass so wie oben erwähnt wurde, das Phänomen um die Wundmale und die Nahrungslosigkeit an der Person von Frau von Halle in einer wissenschaftlichen und geisteswissenschaftlichen Forschung noch gar keinen Wert als Tatsachen haben. Ich sage es nicht aus dem Grund, weil ich das Phänomen um die Wundmale und die Nahrungslosigkeit generell ablehnen will. Ich muss das obige Urteil abgeben aus dem Grund, weil sonst (geistes-)wissenschaftlich kein sauberer Erkenntnisvorgang eingeleitet werden kann. Weil es um eine irdisch-materielle Erscheinung geht, braucht man eben die Grundinformation und Daten dazu, um damit eine saubere Forschung zu beginnen. Frau von Halle hat aber bis jetzt keine Grundinformationen weitergegeben. Wir haben keine Forschungs- und Untersuchungs-Grundlagen zur Verfügung. Es wurden bisher keine detaillierten Einzelheiten wie Fotos oder sonstige systematische Beobachtungen, die als sachliche Grundinformation dienen, veröffentlicht. Somit ist es klar, dass man über diese Phänomene an ihr nicht sinnvoll diskutieren kann. Sie haben als eine Tatsache noch keinen Wert für eine Forschung, eine Untersuchung oder eine Diskussion. 

Deshalb habe ich vorgeschlagen, dass man zuerst diese zwei Themen in Bezug auf Frau von Halle ausklammern sollte. Betrachten wir rein die Inhalte, die Frau von Halle in den Büchern veröffentlicht, dann bildet allein ihr Text die Grundlage für eine inhaltliche Urteilsbildung. Erst wenn sie die sachlichen Grundinformationen dazu veröffentlicht, kann man beginnen, die Phänomene zu überprüfen. Solange kann ein Urteil dazu keinen wirklichen Erkenntnis-Wert haben. Ein Urteil, das im jetzigen Stand gefällt wird, kann einen festen Glauben an die Phänomene auslösen bei bestimmten Menschen. Aber es verursacht zugleich unweigerlich die Ablehnung und den Zweifel an dem ganzen Geschehen und an der spirituellen Bedeutung der Phänomene. Möchte Frau von Halle eine solche zwiespältige Situation, welche die anthroposophische Bewegung zerspalten kann und sie selber stark belastet, nicht länger erleben, dann scheint mir es dringend notwendig zu sein, dass sie die sachlichen Grundinformationen zu den Erscheinungen veröffentlicht. 



Ein Artikel auf der Spatz-Zeitung 
"In Dornach ist der Teufel los" 
http://www.spatzbasel.ch/titel-story/in-dornach-ist-der-teufel-los/

"Schwindlerin oder Seherin? Seit Ostern 2004 trägt Judith von Halle angeblich die Wundmale Christi, isst nichts mehr und unternimmt geistige Zeitreisen.
Bei den Anthroposophen hat sich an dem Fall ein Streit entzündet, der die Bewegung spalten könnte."
Von Stefan Gyr

























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